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Presseberichte aus der Region

Wassergeschichten beim Rennbahngottesdienst

Anspiel Rennbahngottesdienst

Anspiel beim Rennbahngottesdienst

Ein Pfarrer hängt an der Flasche, ein anderer badet gemütlich seine Arme in einem mit Wasser gefüllten Becken und ein weiterer kommt viel zu spät und völlig durchnässt zum Gottesdienst. Da kann der Lehrvikar nur noch ratlos den Kopf schütteln.

Was auf den ersten Blick etwas chaotisch wirkt, das war das Anspiel zum diesjährigen Taufgottesdienst auf der Pferderennbahn, zu dem die evangelischen Kooperationsgemeinden Mannheim-Süd aus Seckenheim, Friedrichsfeld, Rheinau und Pfingstberg eingeladen hatten.

Das zentrale Thema war nämlich „Wasser“. Und so erzählte Pfarrer Hansjörg Jörger von einer tollen Hochzeit, bei der Einer aus Wasser Wein gemacht hat und das auch noch in großer Menge (Hochzeit zu Kana), Pfarrer Michael Jäck demonstrierte, wie Naaman, der unheilbar an Aussatz erkrankt war, durch den Propheten Elisa erfuhr, er solle sieben Mal im Jordan untertauchen und er sei geheilt.

Pfarrer Helmut Krüger erzählte die Geschichte von Petrus, der zu Jesus über das Wasser ging, dabei von einer Welle erfasst, aber von Jesus sicher in das Boot zurück geführt wurde und zu guter Letzt war Pfarrvikar Ludwig Hecker mit der Geschichte von Moses an der Reihe, den das Wasser im Körbchen auf dem Nil rettete.

Wassergeschichten beim Rennbahngottesdienst

All diese Geschichten aus der Bibel hatten viel mit Vertrauen, Glauben aber auch Demut und Gehorsam zu tun und führten hin zu den Taufen von insgesamt sechs Mädchen und Jungen, die dadurch in ihre jeweiligen Gemeinden aufgenommen wurden.

Noch bevor jedoch die jeweiligen Pfarrer ihre Täuflinge tauften sangen alle zusammen, begleitet von Helmut Krüger mit der Gitarre, das fröhliche Lied „Ein Volltreffer Gottes bist du“.

Zur Taufe kamen dann alle Tauffamilien nach unten und ließen ihre Kinder, nachdem sie das Taufversprechen gesprochen hatten, in dieser ganz besonderen Atmosphäre taufen.

Ein ganz besonderes Geschenk gab es dann noch von einer Tauffamilie. Sie hatten die beiden jungen Sängerinnen Nathalie Eichhorn und Nadine Jöst eingeladen, für alle Täuflinge das Lied „Er lebt in dir“ aus dem Musical König der Löwen zu singen, wofür es viel Applaus der Gottesdienstbesucher gab.

Für die musikalische Mitgestaltung des Gottesdienstes zeichnete in bewährter Form der Posaunenchor Seckenheim unter der Leitung von Wolfgang Schaller verantwortlich.

Mit dem Segen durch Lehrvikar Ludwig Hecker wurden dann alle Tauffamilien aber auch die Gottesdienstbesucher in diesen schönen Tag entlassen.

Und für alle gab es sogar noch ein Geschenk, man durfte sich eine Flasche Wasser mitnehmen, auf der die jeweiligen Taufsprüche der Kinder abgedruckt waren, als Erinnerung an diesen ganz besonderen Gottesdienst.

Marion Schatz

„Von ganzem Herzen“

Geistliche Chormusik der Kooperationsregion Mannheim-Süd

Konzertgottesdienst

Musik verbindet – das demonstrierten jetzt sehr eindrücklich die verschiedenen Chöre und Ensembles der evangelischen Kooperationsregion Mannheim-Süd.

Schon länger arbeiten die vier Gemeinden Johannes-Calvin-Gemeinde, Friedrichsfeld, Immanuel-Pfingstberg-Gemeinde, Martinsgemeinde Rheinau-Süd und die Erlösergemeinde Seckenheim in verschiedenen Bereichen zusammen.
Und da auch die Kirchenmusik in allen Gemeinden sehr gepflegt wird, gab es nun erstmals einen gemeinsamen abendlichen Konzertgottesdienst in der Johannes Calvin Kirche in Friedrichsfeld.

Trotz großer Hitze freuten sich die Pfarrer Michael Jäck, Uwe Sulger und Helmut Krüger, die den Gottesdienst gemeinsam gestalteten, über einen großen Zuspruch und eine voll besetzte Kirche.
Sie konnten zudem ihren Kollegen Hansjörg Jörger aus Pfingstberg unter den Gästen begrüßen. Den Auftakt des musikalischen Gottesdienstes hatte der Posaunenchor der Erlösergemeinde mit „Halleluja“ unter der Leitung von Wolfgang Schaller gemacht.

Nach der Begrüßung durch den „Hausherrn“ Pfarrer Michael Jäck gab es vom ökumenischen Singkreis der Martinsgemeinde den Gospel „Come let us sing“ unter der Leitung von Sybille Buchmann zu hören.

Flötenkreise

Zwischen Votum und Gebet, immer im Wechsel der drei Pfarrer, erklang eine kleine Flötensuite nach Meistern der Barockzeit der Flötenensembles geleitet von Claudia Schwabe, ergänzt durch ein russisches Zymbal (Hackbrett) gespielt von Valentina Batura.

„Ich will den Namen Gottes loben“ sang die Kantorei der Calvin-Kirche unter der Leitung von Claudia Schwabe, ehe es einen ersten Impuls von Pfarrer Uwe Sulger zum nachfolgenden Lied „Ich singe dir mit Herz und Mund“ gab. Bei diesem Choralsatz von Johann Crüger, begleitet vom Posaunenchor und den Flötenensembles, durfte auch die Gemeinde mitsingen.

Der Lesung durch Pfarrer Michael Jäck folgten zwei Barockstücke vom Blockflötenensemble der Immanuel-Pfingstberggemeinde unter der Leitung von Kerstin Mahr.

Pfarrer Helmut Krüger sprach den Impuls zum nachfolgenden Lied „Ich lobe meinen Gott“, bei dem ebenfalls die Gemeinde einige Strophen mit sang. „Irish Suite“, gespielt vom Flötenkreis der Erlösergemeinde und „Jauchzet Gott in allen Landen“, gesungen von den Chören der Erlöser- und der Calvin-Gemeinde, begleitet vom Posaunenchor, leitete dann schon zum Schluss des Gottesdienstes über, welcher mit einem Impuls von Pfarrer Michael Jäck zu „Großer Gott wir loben dich“ eingeleitet wurde, welches alles gemeinsam sangen.

Nach dem Fürbittgebet und dem Vater unser erklang „Mein schönste Zier und Kleinod bist“, gesungen vom ökumenischen Singkreis der Martinsgemeinde zusammen mit den Kirchenbesuchern. Nach dem Segen spielte der Posaunenchor zum Abschluss „O happy day“ und jetzt durften auch die Kirchenbesucher applaudieren und sich so für den überaus gelungenen Konzertgottesdienst, den man bei Wein, Käse und Brot ausklingen ließ, bedanken.

Marion Schatz

Nicht nur ein Lied kann eine Brücke sein …

Brücken bauen, gemeinsame Aufgaben in den Blick nehmen, die Kräfte bündeln – das ist seit der Visitation 2015 das Ziel der 5 evangelischen Gemeinden, die sich zur Kooperationsregion Süd zusammengefunden haben. So auch in einem gemeinsamen Gottesdienst im Parkschwimmbad Rheinau, der am 10. September bei strahlendem Sonnenschein und gutem Besuch auf dem schönen Grüngelände dort gemeinsam gefeiert wurde.

Doch nicht nur in zentralen Gottesdiensten drückt sich der Wille zur Zusammenarbeit aus. Es gibt auch schon Koordinationen in der Öffentlichkeits- und Pressearbeit, in gemeinsamen Konfirmanden-Aktionen und – so planen wir es für 2018 – in einer gemeinsamen kirchenmusikalischen Veranstaltung.

Besonders intensiv gestaltet sich die Zusammenarbeit im Bereich der drei Rheinauer Gemeinden. Hier wird nun schon im dritten Jahr ein gemeinsamer Konfirmandenunterricht abgehalten, der auch 2018 zu einer ersten gemeinsamen Konfirmationsfeier für alle drei Gemeinden führen wird. Hier haben die Martins-, die Versöhnungs-, und die Immanuel-Pfingstberggemeinde am 24./25. Juni dieses Jahres ein erstes gemeinsames Sommerfest auf dem schönen Freigelände der Versöhnungsgemeinde gefeiert, welches guten Besuch aus allen Stadteilen erhielt und 2018 auf dem Pfingstberg eine Fortsetzung erfahren wird.

Einen gemeinsamen Gemeindebrief der Versöhnungs- und der Immanuel-Pfingstberggemeinde gibt es schon länger. Und natürlich sind auch die Ältestenkreise und die Hauptamtlichen aller Gemeinden – der drei Rheinauer sowieso, aber auch im Blick auf Seckenheim und Friedrichsfeld - im regelmäßigen Gespräch und machen sich viele Gedanken über die Zukunft des Mannheimer Südens. Dabei geht es uns Rheinauern zur Zeit vor allem um die Zukunft der evangelischen Gebäude auf der Rheinau, im Besonderen um die Frage, wie das Ensemble um die Versöhnungskirche hinter dem Marktplatz so gestaltet werden kann, dass es zukünftig tatsächlich einen Mittelpunkt der gemeindlichen Arbeit für alle drei Gemeinden und ihre jeweiligen Bedürfnisse darstellt – ohne dass dabei die anderen Standorte in den kleineren Stadtteilen zu kurz kommen.

Aber auch die Frage, ob und wie die drei Ältestenkreise unserer Gemeinden noch mehr verbunden und koordiniert, vielleicht sogar in ein paar Jahren zu einem gemeinsamen Leitungs-Gremium werden könnten, beschäftigt uns aktuell sehr.

Bei all dem aber haben wir als Verantwortliche vor allem die Menschen in unseren Stadtteilen und Gemeinden im Blick – und die Frage, wie eine gemeinsame Zukunft so gestaltet werden kann, dass es gut weitergeht mit unseren Gemeinden und mit unserer Kirche.

Ein Lied kann eine Brücke sein – Gemeinsames Chorprojekt

Musik kann Menschen verbinden, kann Brücken bauen und Grenzen überwinden. Dies war der Gedanke, der hinter dem Projekt stand, welches die Chöre der Versöhnungs- und der Immanuel-Pfingstberggemeinde im Jubiläumsjahr 2017 gemeinsam zur Aufführung brachten.

Konzert

In zwei sehr gut besuchten Konzerten – am 29. Oktober in der Pfingstberg- und am 12. November in der Versöhnungskirche – bauten die Chöre unter der gemeinsamen Leitung von Elena Kleiser-Wälz gleich mehrfach Brücken. Zum einen, was das Programm anging. Es gab einen eher geistlich orientierten Teil mit Gospelstücken, die von den Sängerinnen und Sängern mit viel Gefühl für das Spirituelle dargeboten wurden und großen Anklang fanden. Es folgte ein zweiter Teil mit Songs aus der Pop- und Rockgeschichte, die alle mit einer positiven, humanistischen Botschaft verbunden waren. „Imagine“ von John Lennon, „You‘ve got a Friend“ von Carole King – aber auch das dem Projekt seinen Namen gebende „Ein Lied kann eine Brücke sein“, bekannt gemacht durch die kürzlich verstorbene Mannheimer Ikone Joy Flemming – sprachen musikalisch von den Wünschen und Hoffnungen der Menschen auf eine bessere, friedliche und durch Mitmenschlichkeit geprägte Welt. Gerade in diesen ebenfalls mit viel Engagement vorgetragen Songs zeigte sich auch eine zweite Brücke, die die Chöre schlugen – über die Grenzen von Konfessionen oder Weltanschauungen hinweg.

Konzert

Dies spiegelte auch die Aktiven wieder, die sich zur evangelischen, zur katholischen oder auch mal zu gar keiner Kirche zugehörig fühlen – und dennoch ein gutes Miteinander praktizieren.
Die dritte – und vermutlich wichtigste – Brücke aber schlugen die Chöre natürlich zu ihrem Publikum. Und dieses Bestand ebenfalls aus Menschen aller Altersgruppen und verschiedenster Herkunft. Viele waren von der Rheinau oder aus den umliegenden Stadtteilen gekommen. Manche auch von deutlich weiter weg. Alle aber einte die Freude über die dargebotene Musik. Und am Ende des zweiten Konzertes stand auch deutlich der Wunsch im Raum: „Könnt Ihr nicht zukünftig öfters mal gemeinsam auftreten?“

 

 
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