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Jerusalem Passion - Ökumenisches Chorprojekt

Jerusalem Passion

"The Jerusalem Passion" in der Christuskirche Mannheim (Foto: R. Schatz)

Bejubelte Aufführung von „The Jerusalem Passion“

Monatelange intensive Vorbereitung hat sich gelohnt

Ein mehr als begeistertes Publikum, Standing ovations und ein nicht enden wollender Applaus, das gab es für die nunmehr dritte Aufführung des Oratoriums von Murray Wylie in der voll besetzten St. Bruder Klaus Kirche in Edingen. Und obwohl das bei einem Oratorium absolut unüblich ist gaben Matthias Hartmann, das Orchester und die Sängerinnen und Sänger dem Drängen des Publikums nach einer Zugabe nach.

Bereits beim Katholikentag gab es in der Christuskirche die Deutsche Uraufführung. Schon hier gab es viel Beifall, Standing ovations und viel Lob für die überaus gelungene Darbietung. Ein weiteres Konzert fand dann in Angelbachtal statt und das dritte quasi als „Heimspiel“ in Edingen.

Matthias Hartmann hatte das Mammutprojekt auf die Beine gestellt. Die Anregung dazu kam allerdings von Margret Byrne. Die gebürtige Irin hatte das Oratorium in ihrer Heimatstadt Dublin zum ersten Mal gehört und war sofort von dem Gedanken beseelt, das Werk auch in Deutschland aufzuführen.

Im Kirchenmusiker Matthias Hartmann hatte sie gleich einen guten Partner gefunden. Er stellte dazu den Ökumenischen Projektchor Mannheim Südost und Angelbachtal-Hilsbach zusammen, bestehend überwiegend aus katholischen und evangelischen Kirchenchören sowie Sängerinnen und Sängern weltlicher Chöre.

So war mit den Mitgliedern des katholischen Kirchenchores, zwei Sängerinnen vom modernen Chor des GV Liederkranz „Spirit of Music“ sowie Pfarrer Michael Jäck als einer der Solisten auch Friedrichsfeld stark vertreten. Mitglieder der Kurpfalzharmonie sowie weitere Musikerinnen und Musiker bildeten das Orchester.

The Jerusalem Passion

(Foto: R. Schatz)

Seit Januar haben sich die rund 150 Akteure darauf vorbereitet.
„The Jerusalem Passion“ ist ein modern-klassisches Oratorium. Es wurde im Jahr 1987 vom australischen Komponisten Murray Wylie komponiert und in Mannheim erstmals auch in Deutschland aufgeführt.

Das Werk erzählt die Passionsgeschichte aus der Perspektive der Stadt Jerusalem. In gewissem Sinne ist es die Geschichte zweier Städte, des irdischen Jerusalem und des Neuen Jerusalem. Der erste Teil beschreibt die Beziehung Jesu zum historisch-irdischen Jerusalem und folgt seinem Weg von der Kindheit und Jugend im idyllischen Galiläa bis zu seiner feindseligen Ablehnung und Kreuzigung in Jerusalem.

Das Thema des zweiten Teils bezieht sich auf das ersehnte „himmlische“ Neue Jerusalem. Die beiden Städte sind in der Partitur mit je einem Leitmotiv symbolisiert, die das Werk wie zwei rote Fäden durchzieht.

Ein weiteres wichtiges Thema des Oratoriums ist die Ökumene, die Hoffnung auf die Einheit der Christen. Es hätte also nicht besser zum Katholikentag mit seinem Motto „Einen neuen Aufbruch wagen“ passen können.

Aufgeführt wurde das Oratorium in der Originalsprache, als Sprecherin fungierte Margret Byrne, an der Orgel begleitete Maria Mokhova, Solisten waren Anabelle Hund, Barbara Dyroff-Siegmund, Johannes Brandt, Michael Jäck und Petra Stehle, die Gesamtleitung hatte Matthias Hartmann.

Vor allem Margret Byrne galt es zu danken, denn nur ihrem wie sie selbst sagte „irischen Starrsinn“, sie hatte sich um die komplette Organisation gekümmert, war es zu verdanken, dass das Projekt überhaupt zustande kam und sich der musikalische Leiter Matthias Hartmann dadurch voll auf die Musik konzentrieren konnte.

Darüber freuten neben den vielen Zuhörern in der Kirche auch die Gäste aus Peru, die aus Anlass des Katholikentages in der Seelsorgeeinheit zu Gast sind und natürlich Pfarrer Bernhard Schneider, der es sich ebenfalls nicht nehmen ließ bei der Edinger Aufführung dabei zu sein. ms

 

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