Reisen

Studienreise der evangelischen Kirchengemeinde in die Toskana vom 29.5.-4.6.12

Reisegruppe

Unsere diesjährige Gemeindefahrt begann mit einem Paukenschlag: Zum ersten Mal seit vielen Jahren versetzte uns der Busfahrer.

Kurzentschlossen bestellten wir eine Taxiflotte, die uns mit Tempo 130 nach Stuttgart brachte, so dass wir gerade noch das Flugzeug bekamen. Danach ging jedoch alles glatt- wie immer bei unseren Fahrten bis jetzt!

Am Flughafen nahm uns unser Reiseleiter Olaf Gräber unter seine Fittiche und führte uns mit großem Kunstverstand und mit der Gelassenheit eines erfahrenen Reiseleiters durch die Toskana. Umsichtig und hilfsbereit führte er unsere jetzt doch schon etwas seniorenlastige Gruppe durch die herrliche Toskana.

Jeder weiß, was auf einen zukommt, wenn man in diesen Teil Italiens fährt – alle waren überwältigt von den Kunstschätzen und der Landschaft, auch einige, die diese Reise schon einmal machten, waren wieder begeistert. Von dem Erdbeben in der Emilia-Romagna bekamen wir- Gott sei Dank- nichts mit.

Wir waren diesmal die ganze Zeit bequem in einem Hotel in Montecatini Terme untergebracht und machten von dort aus sternförmig unsere Besichtigungsfahrten. Das Hotel war im Ganzen gesehen in Ordnung – die kulinarischen Köstlichkeiten der Toskana hielten sie allerdings geschickt vor uns verborgen.

Pisa

Nach der Ankunft ging es gleich zu unserer ersten Station: Pistoia.
Wir machten einen kurzen Stadtrundgang mit Besichtigung des Doms und des Baptisteriums. Noch sahen wir nichts von den Menschenmassen wie z.B. in Florenz und Pisa !

Danach ging es weiter nach Collodi, der Heimat des Kinderbuchautors von Pinocchio und besuchten die Villa Garzoni mit dem wunderschönen Garten.

Am 2. Tag starteten wir mit der Bahn nach Florenz, wo wir einen ersten Eindruck von dieser wichtigsten Kulturstadt der Welt bekamen. Die Kirche San Lorenzo, der Dom, das Baptisterium und der Palazzo Vecchio waren beeindruckende Stationen. Trotz der vielen Touristen eine schöne Stadt, deren Zentrum von Autos wegen der vielen Touristen kaum befahren werden kann.

Am 3. Tag fuhren wir nach Volterra , wo wir nach einer Stadtbesichtigung im Museum auf den Spuren der Etrusker wandelten. Nach der Mittagpause brachte uns der Bus weiter nach San Gimignano mit seinen hohen Geschlechtertürmen.

Am 4. Tag ging es nach Siena, unsere weiteste Fahrt nach Süden. Der riesige runde Hauptplatz, ein ehemaliges Amphitheater, beeindruckte uns sehr, auch wenn das berühmte „Palio“ (Pferderennen) an dem Tag nicht stattfand. Der romanisch-gotische Dom ist außen und innen unbeschreiblich schön! Man kann die vielen Kunstschätze in dem voll ausgemalten Dom gar nicht auf einmal aufnehmen! Zum Entspannen wartete dann im Herzen der Chianti-Region eine Weinprobe in reizvoller Landschaft auf uns. Die Rückfahrt ins Hotel war sehr beschwingt und voller Gesang, warum wohl?

Am 5.Tag besuchten wir noch einmal Florenz, wo dieses Mal die Uffizien auf dem Programm standen. Danach sahen wir uns noch die Boboli-Gärten an. Abends kehrten wir wieder zurück ins Hotel, wo wir uns nach dem Essen noch zu einer Andacht versammelten.

Am 6. Tag stand Pisa auf dem Programm, wo wir uns aus Zeitmangel nur die Piazza deiMiracoli mit Dom, Baptisterium, Camposanto und Campanile ansahen. Der über 50 Meter hohe schiefe Turm ist tatsächlich so schief, wie man ihn immer sieht und wird immer noch als ein Wunder der Physik betrachtet. Die Mittagspause verbrachten wir bei herrlichem Sonnenschein am Meer in Viareggio und nachmittags war unser Ziel Lucca, das auch viel zu bieten hat, aber nicht so überfüllt war wie Florenz.
Am Abend fuhren wir mit der Funicolare nach Montecatini Alto, wo wir den herrlichen Blick ins Tal mit seinemriesigen Lichtermeer genossen. Auf der Piazza ließen wir uns in südlicher Atmosphäre nieder um am letzten Abend noch gemütlich ein Schlückchen zu uns zu nehmen.

Am 7. Tag hieß es Abschied nehmen und auf dem Weg zum Flughafen nahmen wir noch Prato mit. Ein kleiner Stadtrundgangmit der Besichtigung des Doms – und unsere kurze, aber wunderschöne Kunstreise ging dem Ende zu. Das Wetter war für uns ideal – nicht so heiß und vor allem kein Regen!Wohlbehalten landeten wir wieder in Friedrichsfeld. Jetzt müssen wir nur noch die vielen Eindrücke sortieren!
E.Strobel

Gemeindereise Bulgarien

der evangelischen Johannes Calvin - Gemeinde unter der Leitung von Christiane Strobel vom 13.6.-22.6.2011

Nach der Gemeindereise 2009 nach Rom zog es uns diesmal in ein touristisch eher unerschlossenes Land – abgesehen vom Schwarzmeertourismus.

Wir waren alle positiv überrascht über die abwechslungsreiche Landschaft und die vielen kunsthistorischen Schätze – eine geschichtsträchtige Gegend, deren Anfänge bis ins 7. Jahrtausend v. Chr. zurückreichen. Das kulturbestimmende Volk für eine lange Zeit waren die Thraker, deren Kunstwerke und Schätze (darunter der älteste Goldschatz der Welt!) wir bewundern konnten.

Ein weiteres Highlight waren die vielen herrlich mit Fresken ausgemalten orthodoxen Kirchen und Klöster. Bulgarien, ein Durchgangsland für viele Völker, ist EU-Mitglied, leidet aber immer noch an seiner sozialistischen Vergangenheit, der Aufbruch ist bisher nur zart bemerkbar.
Das Essen und unsere Hotels waren aber in Ordnung.

Bulgarienreise

Nach kurzem Flug landeten wir in Sofia, machten gleich eine Stadtbesichtigung mit der großen Alexander-Newski-Kathedrale und dem Nationalmuseum (Goldschatz der Thraker!) und fuhren dann mit unserem hervorragenden Busfahrer „Albert“, ein Experte in Sachen Schlaglöcher und unserer reizenden Reiseleiterin Dani, die uns alle Facetten Bulgariens nahe brachte, in die Boyana-Kirche und das berühmte Rila-Kloster.

Die weiteren Stationen der nächsten Tage waren Sandanski , Melnik, die kleinste Stadt Bulgariens, das Roschenkloster ( buchstäblich in letzter Sekunde retteten wir uns vor dem Wolkenbruch in den Bus!), Plovdiv mit römischem Theater und Ausgrabungen eines Stadions, das einst 30000 Menschen fasste, das Batschkovo-Kloster und Kazanlak mit dem Besuch des Thrakische Grabes und des Rosenmuseums.

Am 5. Tag erreichten wir dann das Schwarze Meer und besichtigten Nessebar - zwischen der Unzahl von Souvenirläden konnte man die schöne historische Altstadt erahnen.

Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel genossen wir die kurze Bootsfahrt auf dem Schwarzen Meer um die Halbinsel herum.

Danach führte uns wegen einer unfallbedingten Straßensperrung der Weg über eine unbeschreibliche schlechte Strecke über die Berge nach Varna bis Sveti Konstantin. Hierbei zeigte sich das wahre Können von Albert auf dieser von Schlaglöchern übersäten schmalen Piste mit Lastwagen und Omnibussen im Gegenverkehr. Wir hätten das kaum mit einem PKW geschafft!

Erschöpft landeten wir in unserem schönen Hotel in Sveti Konstantin, unser Quartier für die nächsten drei Nächte.

Nach der Besichtigung von Varna mit Amphitheater und Museum, dem Höhlenkloster Aladscha und einem Ausflug nach Baltschik mit dem Schlösschen und der wunderschönen Gartenanlage der rumänischen Königin Maria, einer abendlicher Show „Fiesta Bulgaria“ mit Verköstigung zusammen mit ca. zehn anderen Touristengruppen konnten wir uns dann für einen Tag bei 35 Grad Hitze dem Schwarzen Meer hingeben.

Ausgeruht starteten wir dann zu neuen Besichtigungen: dem Reiter von Madara, der Tombul Moschee in Schumen (die Stadt erinnerte uns sehr an die ehemalige DDR!), dem Nonnenkloster Petropawloski.

Danach kam das alte Dorf Arbanassi und Veliko Tarnovo, die einstige Zarenhauptstadt. Abends hatten wir eine gute Weinprobe mit Abendessen auf einen idyllischen Weingut in Arbanassi.

Am nächsten Tag sahen wir noch die Zarenfestung in Tarnovo an und in der Stadt die alte Handwerkergasse. Danach fuhren wir ins Museumsdorf Etar. Besonders beeindruckend war der Besuch in dem kleinen Café. Wir fuhren über den Schipkapass und besichtigten die prächtige Kathedrale, die an die Befreiung Bulgariens von der türkischen Herrschaft erinnert.

Abends landeten wir dann wieder bei hochsommerlichen Temperaturen in Kazanlak, wo wir in dem schönen begrünten Innenhof des Hotels mit Musik und Wein Abschied und zwei Geburtstage feierten.

Am letzten Tag durchquerten wir das Rosental (leider war die Rosenblüte schon vorbei) und erreichten nach langer Fahrt das denkmalgeschützte Kaprivschtitza. Hier begann der Aufstand gegen die Türken.

Dann ging es direkt zum Flughafen Sofia. Nach 2 ½ Stunden Flug und einer Warteschleife über Frankfurt wegen eines starken Gewitters landeten wir wohlbehalten und voller schöner Erinnerungen an diese herrliche Reise, auf der wir auch noch durch fast durchweg schönes Wetter verwöhnt wurden.

Eberhard Strobel

 

 
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